In der hannoverschen Zeit
hat sich das Seebad Norderney enorm entwickelt. Nicht zuletzt deshalb,
weil König Georg sich seiner Insel sehr verbunden fühlte. Es ist unter
anderem überliefert, dass der blinde Monarch als Trauzeuge vieler
Norderneyer Paare in der Inselkirche stand und Feste für die Norderneyer
Bevölkerung gab.
Kredite aus der königlichen Schatulle an die armen Fischer sorgten für
die Erneuerung der Inselbebauung und ermöglichten bescheidenen Wohlstand. Ziel
war es, geeignete Unterkünfte für den Fremdenverkehr zu schaffen, die den
Kurgast nach damals oft beschwerlicher Reise angemessen und bequem in Empfang
nehmen sollten.
Mit der Sommerresidenz des Königs - dem heutigen Kurhotel - schaffte sich der
Herrscher der Niedersachsen auch gleich selbst ein angemessenes Domizil, in dem
er während der Sommermonate nicht nur residierte, sondern auch regierte.
Als
die Preußen 1869 der Regentschaft des Hannoverschen Königs mit militärischen
Mitteln ein Ende bereiteten, setzten die Norderneyer „ihrem“ König ein Denkmal,
indem sie die Düne fortan Georgshöhe nannten.
Außerdem erinnert das rekonstruierte „Cumberland-Denkmal“ am Ortsausgang noch
an diese für die Entwicklung des Seebades Norderney so wichtige
Periode.
Im Jahr 1898 wurde in der Düne ein Druckbehälter für die
Wasserversorgung der Insel gebaut. Er war Vorläufer des heutigen Wasserturms.
Die Zisterne befindet sich bis heute im Inneren der Aussichtsdüne.
Während des zweiten Weltkrieges befand sich auf der Plattform eine Marinesignalstelle,
in deren Räume 1947 die Wetterwarte einzog. Seit 1981 ist der Deutsche
Wetterdienst in einem Neubau beheimatet und die ursprüngliche Aussichtsplattform
ist wieder frei.
Auf der Plattform befindet sich ein
Stockanker aus dem 18. Jahrhundert, den die Bürgerstiftung Norderney im Jahr
2004 dort als Denkmal für die auf See gebliebenen Norderneyer
aufstellte.